Doping
Muskelmassen und Medikamente - ohne Doping geht im Bodybuilding nichts. Der Arzt Luitpold Kistler hat die Nebenwirkungen von Anabolika erforscht. Seine Ergebnisse sind erschreckend. Mit Frieder Pfeiffer spricht er über lebensgefährliche Schädigungen und krankhaften Wahn.
Frieder Pfeiffer: Herr Kistler, Sie haben Leichen auf Schädigungen durch Anabolika-Missbrauch hin untersucht. Was haben Sie herausgefunden?
Die erste Kur kostete 700 Franken. Deca-Durabolin, eines der ältesten Steroide, dazu das Mehrkomponenten-Testosteron Sustanon und das Asthma-Mittel Clenbuterol. Das brachte acht Kilogramm Muskeln innert zwölf Wochen. Und Ronnie Eberhart hatte nun auch diese Extrapower. «Ich fühlte mich wie Superman», sagt er. Zwölf Stunden arbeiten, dann vier Stunden trainieren - kein Problem. Für die zweite Kur besorgte er sich zusätzlich Dianabol, die Mutter aller Muskelpillen. «Das knallte gleich noch einmal rein.»
Das Thema Doping ist ja in aller Munde, was sportliche Höchstleistungen betrifft. Doch auch in der Berufswelt scheint der Griff zur Pille ein Thema zu werden. Denn in Deutschland weht ein rauer Wind an vielen Arbeitsplätzen. Wer nicht jung und dynamisch, schnell und flexibel, topmotiviert und hochkonzentriert daher kommt, der könnte Stress mit Vorgesetzten und Kollegen bekommen
EPO-Nachfolgepräparate, synthetische Designerdrogen, Wachstumshormone: Die Liste unerlaubter Substanzen im Sport ist lang. Auch in der Leichtathletik ist der Einsatz solcher Mittel eine Konstante, wie ein Streifzug durch die Geschichte zeigt.
Die Muskelkraft mit Anabolika
stärken? Das kann den Gelenken übel mitspielen, wie eine aktuelle
Studie an ehemaligen Football-Spielern belegt.
Teilnehmer der Belgischen Bodybuilding-Meisterschaft verließen in
Vlissingen überstürzt den Saal, als Dopingkontrolleure der Flämischen
Gemeinschaft eintraten.
Dies berichtete die Belgische Zeitung Het
Nieuwsblad am Montag.
Medikamente, die zur Steigerung der sportlichen Leistung missbraucht werden, haben verheerende Nebenwirkungen auf den Körper. Davor warnt die Anti-Doping-Agentur NADA
Die Deutsch-Türkin Iris Rosenberger, 23, schwimmt gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Jasmin für den Ersten Münchner Schwimmclub. Bei den Olympischen Spielen in Peking trat sie für die türkische Nationalmannschaft an und wurde Vierte im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling.
dpa Im größten Dopingskandal der Biathlon-Geschichte warten die Aktiven immer noch auf konkrete Signale der Aufklärung aus Moskau. Die als Betrüger überführten Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko haben ihre Schuld noch immer nicht eingestanden. Stattdessen wurde bagatellisiert, verdrängt und gedroht. Die unter Generalverdacht geratene russische WM-Mannschaft fühlte sich in Pyeongchang sogar gemobbt.